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Moppeds für mich (2)

Foto: Kawasaki ZRX1200R
Gabs auch mal in andern Farben.
Foto: Kawasaki
Hier ist ein weiteres Mopped meiner unentschlossen Träume, eine ZRX1200R. Die gabs schon mal als 1100er. Technischer Stand ist Ende der 90er, optisch sind es die 70/80er mit dem Eddy-Lawson-Design. Sehr schön. Vor allem der große rechteckige Scheinwerfer.


Städteurlaub (1)

Foto: Towerbridge, London
nette Brücke
Foto: unbekannt
Die Stadt zu dieser Brücke möchte ich schon länger besuchen. Mittlerweile wäre das sogar sehr einfach. Fährt doch die Straßenbahn zum Flughafen fast vor meiner Tür ab und fliegt doch eine kleine Fluglinie regelmäßig direkt bis fast in die Innenstadt dort. Näher als die bekannten Linien und viel näher als die bekannten Billiglinien. Aber da locken noch andere Städte, mal sehen.


Zimmerpflanzen

Zu Pflanzen habe ich ein gespaltenes Verhältnis. Ich mag sie zwar gerne mal ansehen, mit der Pflege in der Wohnung klappt es aber nicht so richtig. Die einzige, die es mit mir seit Jahren aushält, ist eine Hoya (Wachsblume). Sie ist Immergrün und sparsam mit dem Wasser. Nach mehreren Jahren des gemeinsamen Lebens überrraschte sie mich vor vielen Jahren mit Blüten - und einem interessanten Duft. Manche Gäste nennen das schlicht Gestank. Ich entschuldige sie dann stets damit, dass pflanze in den Tropen halt auf sich aufmerksam machen muss, wenn es mit dem Fortbestehen klappen soll. Mittlerweile blüht sie mehrmals im Jahr - bei unverändert geringer Pflege.

Gabel-Feder-Öl-Wechsel an der 88er Transalp XL 600 V und anderen (mit Nachtrag)

Wenn ihr ein unerklärliches Klappern im unteren Cockpitbereich habt, das mir unbekannte Wechselintervall eures Gabelöls überschritten ist (meines ist je nach Qualität schon nach 10-15Mm durch und die Gabel klappert) oder ihr eurem Fahrwerk mit progressiven Gabelfedern mal was richtig Gutes tun wollt, dann sei euch mit dieser Beschreibung geholfen.

Ich beziehe mich auf Alps mit Ölablassschrauben unten an den Standrohren (nach hinten weisend, vergesst die Schrauben senkrecht unter den Rohren). Für spätere Modelle, die keine Ablasssschrauben mehr haben, habe ich aber auch einige ergänzende Sätze. (Just beim Schreiben erschien doch in der Zeitschrift MOTORRAD 9/2002, wie passend, auf Seite 152 eine ähnliche, allgemeine Anleitung.)

Wie immer gilt, dass ihr auf eigene Gefahr schraubt. Liest euch erstmal alles durch, schaut euch die beschriebenen Punkte an der Alp an und legt dann erst los.

  1. Die Alp auf den Hauptständer stellen und / bzw. so hoch und stabil aufbocken (Wasserkiste, Wagenheber), dass das Vorderrad frei ist, und man die Standrohre bei Bedarf (siehe 6.) nach unten rausziehen kann.

  2. Beide vorderen Seitenverkleidungen entfernen.

  3. Die oberen Gabelklemmungen lösen (je 2 mal SW12), die Schrauben können drinbleiben. Eventuell die Klemmungen leicht auseinanderdrücken.

  4. Beide Gabelstopfen ebenfalls nur lösen (am Besten mit guter SW17 Nuss mit Verlängerung, da sehr weiches Alu).

  5. Auffanggefäß (min. 550 ml) bereithalten und nacheinander unten die nach hinten zeigenden Ölablassschrauben (SW10) abschrauben (vorher Lenker ganz nach rechts bzw. links), das alte Öl ablassen, (Vorsicht, das Öl schießt ca. 40cm nach hinten raus) und die Ablassschrauben (bei Bedarf mit neuen Dichtringen) vorsichtig wieder anziehen (Drehmonent laut Bücheli bei 6mm Gewinde 8-12 Nm).


  6. Wenn keine Ölablassschrauben vorhanden sind, nun das Vorderrad (evtl. auch Schutzblech und Gabelstabilisator) ausbauen, Bremse abbauen, die Position der Gabelstandrohre an den Gabelklemmungen markieren, falls vorher schon gelöst, die Gabelstopfen wieder leicht anziehen, nacheinander die unteren Gabelklemmungen lösen und das Gabelstandrohr nach unten rausziehen, Innereien raus (siehe 7. - 8.) und Öl ausgießen. Standrohr wieder einbauen. Unten alles anbauen (die Achsklemmfaust mit Pfeil nach oben ansetzen und zuerst die oberen beiden Schrauben anziehen (je 10-14 Nm laut Bücheli) und unteren Gabelklemmungen wieder festziehen (Drehmonent laut Bücheli 30-40 Nm).


  7. Die Gabelstopfen ganz abschrauben (Vorsicht, stehen unter Federdruck) und die Höhe der herausschauenden Innereien merken. So denn original, müsste die Höhe der Innereien ungefähr mit der Oberkannte der Rohre abschließen. Meiner Meinung nach soll man die Stopfen später nur leicht zum Reinschrauben reindrücken müssen. Dieses als Hinweis auf die ewigen Fragen / Diskussionen, ob denn bei progressiven Federn die Hülsen mit verbaut werden müssen. Es kann keinen Sinn machen, die Stopfen mit aller Macht zum Reinschrauben nach unten drücken zu müssen. Z. B. zerstört man sich dabei nämlich beim Verkannten zu leicht die feinen Alugewinde. Hingegen macht kein Widerstand auch keinen Sinn. Das alles stimmt natürlich nur bei der Annahme, dass voll eingefedert der "richtige" Montagezustand ist.

  8. Jeweils die Innereien, wie Distanzhülse, Sitzscheibe und Feder herausziehen. Ausbaureihenfolge und die Position der engen Federwicklungen merken.

  9. Manche Menschen wechseln an dieser Stelle noch die Simmerringe. Meine sind nach knapp 100Mm noch dicht und ich habe keine Ahnung, wie man die tauscht. Soll aber einfach sein.

  10. Und andere tauschen die originalen Standrohrgummibälge gegen welche aus Neopren aus. Auch keine Ahnung, wie das geht. Könnte aber auch einfach sein.

  11. Jetzt das Vorderrad ganz einfedern. Geht mit einem Spanngurt recht gut (Gummiummantelte Haken an die Lenkerquerstrebe, Gurt durch das Vorderrad ziehen und spannen).

  12. Die folgenden Werte sollten bei Zubehörfedern in der Anleitung stehen: Das Gabelöl nach vorgeschriebener Art und Menge einfüllen (original je 549ml SAE 7,5W(?); W*lbers und Pr*moto z. B. je 500ml(?) SAE 10W) und das vorgeschriebene Luftpolster über dem Öl mittig an der Oberkante vom Standrohr (original 12,5cm; W*lbers und Pr*moto z. B. 16cm) messen. Ein Zollstock und eine längere Spritze (15ml) mit dicker Kanüle aus der Apotheke (man wird euch nicht für einen Junkie halten) helfen beim Korrigieren.

  13. Die Gabel wieder ganz ausfedern.

  14. Die Innereien in Form der alten oder neuen Federn, der Sitzscheiben und je nach Federlänge und Anleitung (sonst nach Ausbauhöhe, siehe 6.) die Distanzhülsen, einsetzen. Bei originalen Federn sollten die engen Wicklungen laut Bücheli unten, sonst bei progressiven Federn oben sein (schaut besser in eure Anleitungen).

  15. Die beiden Stopfen (bei Bedarf mit neuen O-Ringen) jeweils senkrecht auf die Rohre drücken (geht mit Knarre und Verlängerung am Besten) und vorsichtig einschrauben. Die Gewinde gehen sehr leicht kaputt! Wenn ihr einen schon leicht stärkeren Widerstand spürt, zurückdrehen. Wenn das Gewinde richtig fasst, lassen sich die Stopfen sehr leicht reindrehen. Gut handfest anziehen (Drehmoment im Bücheli nicht erwähnt).

  16. Die oberen Klemmungen wieder festziehen (Drehmonent laut Bücheli 24-30 Nm).

  17. Wenn alles wieder fest ist (vor allem die vier plus vier Gabelklemmschrauben SW12) losfahren und Spass haben.


Nachtrag von September 2008

Mittlerweile habe ich eine zweite, 94er, Transalp, die ich wegen ihrer weichen Federung Sänfte nenne. Sie hat die W*rth-Federn der 88er Öldurst bekommen (ich glaube dummerweise mit 7,5er Öl) und ist viel zu weich. Sie schaukelt regelrecht bei Bodenwellen und nach dem Bremsen im Stand. Dagegen ist die 88er mit Originalfedern und 10er Öl straff gefedert.
Jemand aus dem Transalp.de-Forum hat 15er LiquiM*ly-Öl für seine RD genommen: Zusammen knapp ein Liter und jeweils 140mm Luftpolster. Prompt ist er zufrieden und mag er seine W*rth-Federn nicht mehr verbauen. Ein anderer hat nur 250ml(!) je Holm 15er W*lbers-Öl genommen und es schaukelt nicht mehr.
Ich habe 1L 15er F*chs Silkolene PRO RSF bei TM-Racing nebenan gekauft und werde das originale Luftpolster von 120mm probieren.

Transalp CDIs reparieren oder gebraucht oder neu kaufen

Immer mehr Transalp CDIs der Baureihe PD06 (auch AfricaTwin CDIs der Baureihen RD03 + RD04, sowie Dominator RD02) gehen kaputt (siehe auch in der Transalp-FAQ. Symptome sind (temporäre) Ausfälle und dadurch totaler Leistungsverlust eines Zylinders, die sich durch einen nicht funktionierenden Drehzahlmesser beweisen lassen (gilt nur für den hinteren Zylinder, zum Testen CDIs bzw. Stecker einfach tauschen).

Anfangs wurde vermutet, dass die Schäden durch direkten "Sitzkontakt" entstehen. Jetzt wird immer mehr deutlich, dass es auch zu Verschleißschäden durch Feuchtigkeit, Temperatur, Vibration und Ströme kommt.
Auch meine Alp ist davon betroffen. Gleich nach dem Gebrauchtkauf habe ich auf die liegenden Halter der Alps ab '94 umgebaut. Trotzdem starb eine meiner beiden MM9-CDIs und war auch durch Nachlöten nicht dauerhaft zu repaprieren (im Gegensatz zur zweiten). Eine gebrauchte, auch schon nachgelötete MS8-CDI funktionierte lange (im Mischbetrieb) gut. Eine weitere MM9 und eine MS8 (beide gebraucht und defekt) liefen trotz komplettem Nachlöten nur kurz.

MM9 und MS8 lassen sich offensichtlich fröhlich mischen, auch eine Twin-Doppel-CDI wurde schon in einer Alp arbeitend gesehen. Evtl. laufen auch MN9-CDIs aus der NX 650 Dominator RD02 in der Alp. Die Bauform ist etwas schlanker, der Stecker der gleiche. Falls das mal jemand testen kann...

Das Entfernen der (Teil-)Rückseite der CDIs und das schon erwähnte Nachlöten mindestens der Steckerkontakte bringt oft Abhilfe. Wer das nicht selber kann, sollte einen löterfahrenen Menschen um Hilfe bitten oder sich an einen Fachmenschen wenden. Letzteres hat drei von vier meiner defekt-CDIs wieder zum Leben erweckt. Meine eigenen Lötkünste sind also nicht so überzeugend.
Neuester Tipp ist, Heißlötzinn zu nehmen (schimmert matt), da dieses auch an den Originalen zu finden sei und höheren thermischen Belastungen stand halten soll.

Hilft das alles nicht, muss eine Gebrauchte (der Markt ist aber durch die mittlerweile hohen Defektzahlen wie leergefegt) oder eine Neue her. Die Gebrauchtpreise sind mittlerweile kurz vor den Neupreisen angelangt: So manch ein Gebrauchtteilehändler will bis zu 110 EUR für eine MM9 haben. Eventuell hilft dann der Hinweis auf den H*nda-Neupreis von hier 153 EUR. Preisnachfragen ist auch bei neuen CDIs empfehlenswert. So manch ein freier Händler will deutlich weniger haben, dann lohnt sich das trotz weiterer Versandkosten schon.

Diese Informationen stammen von Juni/Juli 2002. Mittlerweile gibt es tatsächlich einen CDI-Nachbau. Diesen Nachbau fahre ich. Sie funktionieren gut mit nur einem Nachteil: Sie zünden nur bei ausreichend Spannung. Schon eine etwas schwächere Batterie (alt, weniger Wasser oder kalt im Winter) lässt dich orgeln und orgeln (es ist also ausreichend Kapazität vorhanden) ohne dass der Motor startet. Es gibt höchstens ab und zu eine fulminate Fehlzündung des (dadurch bewiesen) vorhandenen zündbaren Gemisches. Als mir das zum dritten Mal passiert ist, habe ich flugs die alten, heilen CDIs eingebaut, um diese Theorie zu belegen. Und siehe da, sie startete problemlos. Für Ganzjahresfahrer sind diese elektronischen Nachbauten also nur bedingt zu empfehlen. Vielleicht hat der Hersteller das aber mittlerweile korrigiert. Fragen hilft.

Streetsurfing

Auch dieser Text wurde schon häufig zitiert und ist mittlerweile ein echter Klassiker. Ich habe ihn hier plaziert, um mir bekannten Menschen ein wenig von der Faszination des Moppedfahrens erzählen zu lassen. Das Original stammt aus der Zeitschrift MO 4/98.

Herrliche Fahrdynamik, Mensch und Maschine, grandiose Freiheit.
Wenn es nicht darum geht, um was geht es beim Motorradfahren dann?

Der Kick der Landstraße - Streetsurfing (von Johannis Riegsinger)

Nachtrag September 2008

Mittlerweile ist der Artikel Streetsurfing tatsächlich online. Und ein MO-Redakteur bat in d.r.m., den Text nicht mehr selber zu veröffentlichen, sondern auf das Original zu linken.

Unter Helmen

1996 erscheint in der Wochenzeitung Die Zeit eine mehrteilige Kolumne in der Rubrik "Modernes leben": Burkhard Straßmanns Motorradkunde "Unter Helmen" wird seit dem gerne zitiert. So auch hier:

Im Archiv der Zeit ist der erste Teil "Vom Grüßen" nicht zu finden, eine Suchmaschine kann helfen.
Zeit 30/1996, Unter Helmen (2): Die Beifahrerin
Zeit 31/1996, Unter Helmen (3): Das Harley-Davidson-Treffen
Zeit 32/1996, Unter Helmen (4): Der Instruktor
Zeit 33/1996, Unter Helmen (5): Die Streckensperrung
Zeit 34/1996, Unter Helmen (6): Frauen in Angst
Zeit 35/1996, Unter Helmen (7): Fahren + Stehen = Treffen
Zeit 36/1996, Unter Helmen (8): Über den Nachwuchs


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