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Brückenbaustelle

Da es ja immer noch Sonntag früh war und es nach dem Wegbringen der Reisenden immer noch genug Zeit gab, bin ich dem Grund der Umleitung mal näher gekommen. Bauarbeiten fand ich schon immer interessant und habe früher wichtige Baumaßnahmen selber im Sandkasten vor genommen. Das hier war etwas größer. Die Stadt bekommt eine neue Autobahn.

Und unter anderem bekommt das Güterverkehrszentrum damit endlich eine seit 20 Jahren überfällige Verkehrsanbindung durch die Peripherie der Stadt. Einer der am stärksten belasteten Umweltmesspunkte Deutschlands liegt nicht zufällig in dieser Stadt auf der Route der GVZ-LKWs. Gleichzeitig werden übrigens die Planungen für den Lückenschluss einer Trasse aus den 70ern, die mitten durch die Stadt führt, forciert und prophylaktisch schon mal 16 Bäume gefällt. Bisher kann diese Niedrigstelle kaum von LKWs passiert werden. Trotzdem liegt da jetzt schon der am zweitstärksten belastetete Umweltmesspunkt der Stadt. Mit den Trucks sind sicher neue Dreckrekorde möglich.

Aber ich schweife ab. Keine Autobahn ohne neue (Brücken-)Bauwerke und hier wird etwas Besonderes gebaut: Eine Schrägseilbrücke mit einer seltenen Kombination aus Tragwerk und Gründung. An diesem Wochenende wurden die letzten der 40 Seile eingehangen. Ich war dabei, wie das allerletzte Seil mit Hilfe von 4+1 Kränen am Pylon und an der Brückenseite verankert wurde. Oben am Pylon ging das sehr schnell, unten war es spannendender. Das zylinderförmige mit zum Spannen mit Gewinden versehene Ende des Seiles musste in die Aufnahme gefädelt werden. Das Seil selber war beindick. Mit Hilfe von Winden, Flaschenzügen, Stahlseilen, Hydraulikzügen und Mannkraft wurde die Aufgabe gelöst. Toll.

Pylon und 5. Kran mit Fahrkorb.
Kranballett. 4 Kräne halten die Schlange.
Menschen und Mechanik.


Gepäckfrage

Und wo ist das Handgepäck?
Es ist Sonntag früh, es ist Zeit genug da. Warum also nicht nahe wohnende Reisende zum Flughafen bringen? Auf dem Hinweg musste der eine Teil außerplanmäßig einen Wechsel von der Straßenbahn in den Bus machen (das Auto war schon voll, warum eigentlich), der andere Teil einen interessanten Umweg durch das Flughafengewerbegebiet. Beides wegen Brückenbauarbeiten.
Die Reise ist eine größere und führt über Frankfurt und Toronto nach Mexiko. Das, was man auf dem Photo sieht, ist das Handgepäck und der Gepäckwagen hat das Bewegen des Selben doch erleichtert. Denn es sind 6 Stücke (das braune Tier ist ein Rucksack) für 2¼ Leute (die für 2¾ zahlen müssen). Das aufgegebene Gepäck umfasste nur 5 Stücke (die zur Freude der Abfertigerin erst am Schalter mit Namenanhängern versehen wurden). Ich habe keine Ahnung, wie dieser komplette Hausrat unterwegs bewegt werden soll. Ich wünsche trotzdem viel Spaß, eine gute Reise und bringt uns keinen kleinen Wal mit.
Und so ganz nebenbei habe ich gelernt, dass Equador nicht zufällig so heißt und eben auf dem Äquator liegt. So wurde nämlich meine Frage nach der aktuellen Jahreszeit in Mexiko beantwortet. Die Sache mit dem Geographiestudium vergessen wir mal besser.

Entkommen

Wir sind geflüchtet. Vor dem vermeindlichen Frohsinn, den eine Minderheit der ganzen Republik an tut. Stattdessen sind wir auf eine nahe Insel gefahren (es kann nicht schaden, viel Wasser zwischen uns und dem Karneval zu lassen). Schön war es. Es gab viel Sonne (-nbrand), Sand, Wasser, Weite und andere Flüchtlinge.

Schienenreste.
Dünenweite.
Keine Mondlandschaft.
Vergehende Sonne.



Gruppentrommeln

Es stampft und dröhnt und hat keine Leichtigkeit. Was immer das soll, einer Stadt, die so gar keine keine Karnevals- oder Sambatraditionen hat, einen solchen Umzug an zu tun. Nur die Blaumeiers haben nicht getrommelt, sondern gesaugt.

Gesperrter O-Weg.
Sambahühner.
Saugmaschine á la Blaumeier.
Karneval-kein-Samba.




Fernsehn, fernsehn

Ah, was Neues. Marc berichtet von einem neuen Internet-Fernsehmagazin namens Mopeten.tv. Und das tut er nicht nur, weil in der ersten Folge über ihn berichtet wird. Sondern weil es außer dem unsäglichen M*tobike schlicht keine regelmäßigen Bewegtbilder über Moppeds gibt.
Ich bin mal gespannt, ob das Projekt die angestrebten zwei Sendungen pro Monat durchhält und ob sich ein Sponsor findet. Ich drücke die Daumen.

Nur ein Spiel

Bei 5 Filmfreunde wird das Online-Game CDX beschrieben. Zitat: "Nach einem Motorradunfall wachst du, ohne die Erinnerung an deiner Vergangenheit, in einem Zimmer auf. Du sitzt im Rollstuhl..." und suchst ein römisches Schwert. CDX ist ein Adventure der Abteilung Historie der BBC. Flash und eine Breitband-Internetzugang sind nötig.

Essenbausatz

Hier die noch gefrorenen Einzelteile. In zwei Stunden kann ich es zusammenbauen. Und verspeisen.
Fertig. Hat etwas länger gedauert, der Fisch wollte nicht auftauen. Nein, satt werde ich davon nicht.


Geschichte im Vorbeigehen

Das steinerne Kreuz.
Die steinerne Inschrift.
Den Namen habe ich im Vorbeigehen oder -fahren schon mal wahr genommen. Aber erst heute hat DIE EINE™ entdeckt, dass dieser plakative Straßenname der Realität entspricht. In der Straße Beim Steinernen Kreuz im Viertel steht nämlich genau das, ein (großes) steinernes Kreuz. Keine Ahnung, warum wir das noch nie gesehen haben. Darunter liegt ein Stein mit einer Inschrift, die von der Hinrichtung eines Bürgermeisters erzählt. Das Netz weiß mehr: 1430 wurde Johann Vasmer wegen vermeindlichen Hochverrats hingerichtet. Seine Familie kämpfte erfolgreich um seine Rehabilitation und errichtete 1435 das steinerne Vasmerkreuz.

Geschnibbelt

Diese Zimmerecke durfte ich vorletzten Donnerstag mehrere Stunden lang vorher und nachher anschauen. Weh tut es noch immer, soll aber gut aussehen. Scheint kein Widerspruch zu sein. Ja, die Wandfarbe war nicht so gelb.


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