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Rissig

rissige ManschetteWarum der Prüfer das vor ein paar Wochen nicht gesehen hat und ich nur zufällig beim mittagspauslichen Verbrauchermarktbesuch: Die Manschette am Handbremszylinder der Sänfte ist mehr als rissig. Ich hab' erst mal Ersatz geordert und bin dann nur mit der Hinterradbremse (ich weiß schon, warum ich getrennte Bremskreise mag) in die Garage und hab' die alte Alte rausgeholt.

Und es ist jedes Mal wieder überraschend, was 6 Jahre und 55Mm ausmachen. Das sind Welten und die neue Alte heißt nicht umsonst Sänfte. Die alte ist längst nicht so lässig zu fahren. Und der Wartungszustand der neuen ist nicht so gut wie bei der alten. Aber so langsam war alles einmal demontiert und ich bekomme sie auf den gleichen Stand.

[Nachtrag]
rissige Manschettegammelige BremsteileSoo sicherheitsrelevant ist die Manschette wohl nicht. Aber ihre Schutzfunktion konnte sie nicht mehr erfüllen und der Gammel und Rost darunter war erschreckend. Nach vorsichtigem Kratzen, Schleifen und Bürsten war alles wieder blank. Nun habe ich eine Zweifingerbremse. Auch wenn ich lieber mit der ganzen Hand bremse, ich fahre ja nicht auf der Renne.

Zweitakttreffen

Hier im Nordwesten sind Motorradrennen rar. Das bekannteste ist das Fischereihafenrennen in Bremerhaven an Pfingsten.
Seit 2007 gibt es das Zweitakttreffen Luneort. Es findet auf dem gleichnamigen Flughafen in Bremerhaven statt. Die eigentlichen Rennen (Demoläufe) werden auf der Start- und Landebahn gefahren. Tagsüber läuft noch der Flugbetrieb. Während dessen finden nachmittags ein Rahmenprogramm und Testläufe statt. Freitag und Samstag abend ab Neun Uhr werden dann aber die Rennen auf der Piste ausgetragen. Ich fahre da wohl Samstag Abend hin.

Spannend sind auch Mofarennen, davon gibt es hier zwei.
Der MSC Schwarme veranstaltet neben seinem Grasbahnrennen ein Moppedrennen. Dieses Jahr findet das Moppedrennen am Samstag Abend statt, nicht am Freitag. Bilder aus 2008 gibt es nebenan bei Geografitti.
Das zweite ist ein reines Mofarennen in Holle. Und wie ich just sehe, war das schon am letzten Wochenende, und nicht wie sonst im September. Schade.

Blanke Kolben

Wer merkt, dass seine Bremsen schon mal besser bremsten, der kann neue Beläge montieren. Oder andere, zum Beispiel gesinterte. Oder gar neue Scheiben (obwohl es bemerkenswert ist, dass Bremsbeläge ohne Belag auf Scheiben unter Mindestdicke auch noch passabel bremsen). Wenn aber Scheiben und Beläge noch maßhaltig sind, die Bremswege aber immer länger und die Handkräfte immer höher werden, dann hilft nur noch die (eigene) Werkstatt.

Es mag zwar trivial sein, dass nur blanke Bremskolben ohne Widerstand die Beläge bewegen können. Aber leider ist es bequemer, die herausstehenden Kolben beim Einbau neuer Beläge (schon weil man nicht richtig rankommt) nur etwas zu putzen und die Kolben mit dem festen Schmodder daran zurück zu quetschen. Also besser gleich die Kolben ganz heraus drücken (vorsichtig mit Bremsflüssigkeit oder grob mit Druckluft), mit einer Messingbürste blank polieren, nach mehreren tkm auch mal die Dichtungen tauschen und schon lassen sich die Kolben leicht von Hand in die Zylinder drücken.
Die Bremsflüssigkeit fülle ich vereinfacht nach Carlos (Gerds) Methode ein. Dabei wird die BF mit Hilfe einer Spritze von unten in das System gedrückt.

Für den Bremsflüssigkeitstausch nutze ich auch ein selbst gebautes Werkzeug aus Schlauch, Rohr und Behälter aus dem Laborbedarf, das verhindert, dass Luft in das System gezogen wird. Und weil ich auf einfach funktionierende Werkzeuge stehe, habe ich mir einen 2-Zylinder-Synchrontester nach Frankys Anleitung gebaut.

Das Optimum an Leichtgängigkeit und Bremswirkung erreicht man, wenn dann noch der Bremshebel an Schraube und Kolben gefettet wird. Das bringt wirklich was. Der Tausch der Leitungen von Gummi auf Stahlflex an der 94er hat mich aber nicht überzeugt. Die 21 Jahre alten Gummi-Teilleitungen der 88er funktionieren so außer bei ganz hohen Temperaturen noch gut.

Schandwagen

Marc musste mal wieder ein gelbes Auto rufen.

Gerade weil ich nur alte reife Fahrzeuge fahre, bin ich auch (goldenes) Mitglied in dem Verein. Trotzdem hatte ich bisher das Glück, deren Hilfe nur für die 4-Räder zu brauchen. Die von mir komplett selbst gewarteten Moppeds haben es noch immer geschafft, selbst nach Hause zu fahren. Toitoitoi. OK, losgekommen (von Zuhause) sind sie nicht immer, aber dafür hat man ja Zweitmotorräder, Busse und Bahnen oder (hatte) gar Dosen ;-)
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