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Motorradkunst

Bei „buten un binnen“, einem regionalen Magazin, gab es heute Abend einen Beitrag über Thomas und Thomas von der Künstlergemeinschaft Doppelpack. Die Jungs gestalten auch Moppeds. Treffpunkt mit Motorradkino und Customizing-Werkstatt ist eine 1.000m² Halle im ersten Stock eines Speichers im Hafen.
Ob man da auch mit einer zu strippenden Alp auftauchen kann? Immerhin habe ich schon den Gepäckträger demontiert und kleine Blinker montiert. Wenn das kein Einstieg in die Szene ist…

Wir müssen zornig werden

Der großartige Georg Schramm über Wut, den Zorn (Zitat: „Der Zorn ist mein persönliches Lieblingsgefühl.“), das Böse, die Gier und sein ewig klatschendes Publikum.

via dem Schockwellenreiter, dessen Hund Zebu gestorben ist. Das hat aber keinen Zusammenhang.

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Spätherbst

keine AngabeDie Nordwestbahn übernimmt regionale Strecken der Deutsche Bahn im Bundesrandgebiet in der Metropolregion, das Ganze wird Regio-S-Bahn genannt und stolz von der (vermutlich selten damit fahrenden) Politik präsentiert. Gleich am zweiten Tag geht es wie immer weiter: Verspätung, keine Information und wenn doch, dann nur in den Zügen durch unverständliche Lautsprecher. Keine Verspätungsangaben auf den Übersichtstafeln im Bahnhof oder im Netz (das kann ja sogar die DB). Aber nach Jahren der Planung kommt die reale Pseudo-S-Bahn wohl etwas überraschend für so etwas. S-Bahn heißt für mich gleichmäßige Vertaktung. Pseudo-S-Bahn deshalb, weil es die Fahrplaner geschafft haben, drei Züge in einer Richtung innerhalb von 12 Minuten fahren zu lassen. Vorher waren es immerhin 21 Minuten. Jetzt also 48 Minuten Pause. Theoretisch, denn vielleicht werden die heutigen Verspätungen ja in einem Jahr zur Regel. Und sogar die lokalen Busunternehmen haben Probleme, ihre Fahrpläne daran anzupassen.

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Von Steinen und Mächten

Ein Bagger nimmt das Pflaster des Sterns hoch, Asphalt folgt. Unser Albtraum.
Heute Nacht beginnen Am Stern nebenan die lange angekündigten Bauarbeiten. Neuer Straßenbelag, kein Pflaster mehr (protestlos) und eine seltsame Pufferzone zwischen motorisierten und pedalbetriebenen Fahrzeugen. Ich dachte, die Erkenntnis, dass das Trennen von Verkehrsteilnehmern der falsche Weg zu mehr Verkehrssicherheit ist, hätte sich schon rumgesprochen. Aber Wissen geht halt verloren, die Kreationisten sind ein Beleg dafür. Die Auswirkung der halben Vollsperrung bemerken wir schon jetzt: Verwirrte Autofahrer suchen sich durch unsere holperige Wohnstraße ihren nächtlichen Weg.

Apropos: Heute gab es ein weiteres Treffen von Mietern und Eigentümern unserer Straße zum Pflastererhalt. Es gab einen eigenen Fototermin, ein erster Presseartikel erschien, ein Besuch der Beiratssitzung nächste Woche wird vorbereitet, ein Treffen mit einem Staatsrat ist möglich. Es wird. Und so nebenbei lernen wir nette und interessante Nachbarn kennen.
Um nochmal auf das schon erklärte Pflasterkataster zurückzukommen: Wir sind die einzige Straße im ganzen Barkhofviertel, die nicht drin steht. Und die einzige, bei der noch der Kanal saniert werden muss.

protestierende Bewohner
schöne, kaputte Straße
Über 100 Jahre alte Straße und Häuser. Bäume und Autos sind vermutlich jünger.

Road-Blog-Tour-2010 in Hamburg

Die Roadblogger waren unterwegs. Leider nicht in Bremen, also musste ich nach Hamburg fahren, um sie zu sehen. Um genau zu sein, war ich eh auf dem Weg nach Hamburg und habe kurzfristig erfahren, wo man sie treffen könnte.
Also traf ich zuerst ErnieTroelf und die BonanzaBoys & Girls an der Fischauktionshalle und dann die verspäteten Roadblogger. Verspätet, weil die Deppen sich den Elbtunnelstau von hinten angesehen haben, anstatt gleich die Elbbrücken zu nehmen. Taucht wohl nicht so, das eingebaute Navi in den VFRs…
Das Treffen war kurz und äh nett, Aaron gewann einen fahr-mit-dem-Bonanzarad-um-eine-Flasche-Wettbewerb und schon fuhren sie wieder ab, bis dato erst mit leichten Schmerzen. Das folgende spektakuläre Video zeigt die Abfahrt.
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Ärger mit dem Pflasterkataster

Mehr zufällig haben Bewohner unserer Richard-Wagner-Straße in Bremen mitbekommen, dass schon Ende dieses Monats mit der Sanierung des Abwasserkanals begonnen werden soll. Neben den monatelangen Unannehmlichkeiten einer Baustelle soll dabei das uralte Kopfsteinpflaster gegen schlichten Asphalt getauscht werden. Die Bewohner wehren sich dagegen.

Die Wohnqualität in dieser alten Bremer Wohnstraße wird auch vom Aussehen eben dieser Straße bestimmt. Das alte Pflaster passt einfach zu den über hundert Jahre alten Häusern mit ihren Vorgärten und dem Baumbestand auf beiden Seiten der Straße. Ähnliches beschreibt das Bremer Pflaster-Kataster, in dem mit ihrem Straßenpflaster erhaltenswerte Straßenzüge aufgeführt sind, in seiner Präambel. Leider steht unsere Straße nicht im Kataster. Genauer: Nicht mehr. Denn Ende der neunziger Jahre wurden zahlreiche Straßen aus diesem Kataster entfernt. Ebenfalls Ende der neunziger Jahre privatisierte Bremen sein Abwassersystem mit der hanseWasser. Die aus dem Kataster entfernten Straßen waren angeblich vor allem solche, bei denen das Abwassersystem sanierungsbedürftig war. Und Pflaster Erhalten oder Wiederherstellen ist teuerer als schnödes Asphaltieren. Ein Schelm, wer eine Verbindung sieht.

Eben diese hanseWasser will nun das Abwassersystem in unserer Straße erneuern: Also Pflaster runter, Straße auf, Rohre tauschen, Straße zu, Asphalt drauf. Laut Ortsamt bis zu neun Monate lang. Danach hätten wir eine asphaltierte Abkürzung vor der Tür, mit der man sich z. B. die nächste Ampelkreuzung sparen kann. So, wie das noch die älteren Bewohner aus den siebziger Jahren kennen, als die Taxis an ihnen vorbeibrausten. Zur Zeit ist das kaum möglich. Nicht nur wegen des Pflasters, das gab es damals ja auch schon, sondern wegen seines Zustandes. Historisch gewachsene Verkehrsberuhigung sozusagen. Mittlerweile von den Verkehrsbehörden durch das Aufstellen eines Tempo-Zehn-Schildes bestätigt. Und dieser Verkehrszustand soll zusammen mit dem optischen Zustand so bleiben, wollen die Bewohner.

Das das geht, haben erfolgreiche Proteste anderer Straßen gezeigt, die ebenfalls nicht im Kataster standen. Und vor kurzem waren die Bauarbeiten am Ende der Straße zum Anschluss an die neue, zu breite Hauptstraße beendet. Das dafür aufgerissene Straßenstück wurde wieder mit den alten Steinen gepflastert. Geht doch.

Auf einer gut besuchten Bewohnerversammlung heute Abend wurde all dies besprochen. Anwesend waren Alte und Junge, Mieter und Besitzer. Maßnahmen, um den Protest zu zeigen und um Medien auf das Problem minderwertiger Straßensanierung durch eine Privatfirma hinzuweisen, wurden besprochen. Da das Unternehmen es keine drei Wochen vor Baubeginn nicht für nötig hält, die Betroffenen und die Öffentlichkeit zu informieren, tun wir das.

Jeans auf dem Motorrad

Es ist immer wieder schon zu lesen, wenn sich Motorradzeitschriftenleser über Motorradzeitschriftentester aufregen, die während ihrer Tests Jeans tragen. Das sind vermutlich Textilhosenträger, die Leder für moralisch verwerflich halten und im Sommer lieber Dose fahren. Wem aber Textilhosen ob ihrer geringen Reibwerte zu heiß sind, ihm aber in Leder zu heiß wird, der greift zur – Motorradjeans. Die gibt es nämlich von Innen mit Kevlar o.ä. verstärkt, was man ihnen von außen natürlich nicht ansieht und darum gleich laut Gefahr wittert. Ich selber habe mir vor Jahren eine von Draggin gekauft, nachdem es im MO einen überzeugenden Praxistest gab. Wenn ich mich recht erinnere, war damals ein Clemens an diesem Test beteiligt. Und eben dieser Clemens hat nun ein wenig auf Jeans rumgehackt und mich in meinem Vorurteil, dass die Dinger richtig gut sind, bestätigt.
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