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SUV-Motorrad

Ein Motorrad muss für mich viel können: Haken schlagen in der Stadt, Kurven räubern auf dem Land, weite Ziele erreichen und im Dreck wühlen irgendwo dazwischen. Meine Alps machen sich da ganz gut. Unspektakulär, aber zuverlässig und beschraubbar. Und das ganze Jahr draußen stehen vertragen sie auch noch.

Etwas mehr Leistung als 50PS und eine gewisse Sportlichkeit reizen mich aber schon. Die Twin ist keine wirkliche Alternative, da schon eher die neue 700er Alp. Noch besser die 800er GS (die große GS steht nicht zur Debatte), aber eine B*W? Dann doch eher eine der vielen K*Ms. Oder natürlich ein Tiger, der Motor ist ein Traum.

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Herbstsonnentouren

Es ist Wochenende, das Wetter ist überraschend gut und sonst ist nix zu tun. Ich habe Zeit zum Touren, zum sinn- und lustvollen Benzinverbrennen.

Samstag ging es in die Mittelgebirge. Weserbergland, Kalle- und Extertal. Aber irgendwie will sich kein Flow (nein, so gefährlich wie Prof. Dr. Spiegel seh' ich das nicht) einstellen. Wenn ich mal „richtige“ Kurven in Mengen fahren kann, dauert es eh jedes Mal ein bisschen, bis aus eckig rund wird. Aber diesmal sind außerdem die Straßen kaputt, mit Bitumen verseift, mit Rollsplit verschlimmbessert oder sind schlichtweg wegen Bauarbeiten gesperrt (dem sogenannten Konjunkturpaket sei Undank). Sind sie dann dochmal Ok, blockiert garantiert ein einzelner oder ganze Pulks von Dosen schwer überholbar die Strecke. Schön war das nicht. Eine Fahrt mit der Gierseilfähre in Polle und die Aussicht vom Köterberg waren die touristischen Höhepunkte. Und der Hintern tat trotz neu aufgearbeiteter Sitzbank weh. Zu guter Letzt fällt direkt nach dem Abbiegen von einer auf eine andere Landstraße nur 20m vor mir ein Baum quer auf die Straße. Bremsen, die Verursacher anraunzen und Ausweichen war Eines. Vater und Sohn hatten das mit der Fallrichtung beim Baumfällen um 180° falsch verstanden. Knapp 500km kamen trotz alledem zusammen.

Am Sonntag fast das Gleiche. Nur im Norden und ohne schöne Kurven. Der Höhepunkt waren diesmal gleich zwei Fährfahrten. Mit der handgezogenen Prahmfähre in Gräpel rüber und wenige Kilometer flussabwärts in Brobergen mit der motorgetriebenen zurück. Die in Gräpel war mir neu und es war spannend, dem Fährmann beim ziehen(!) und bugsieren zuzusehen.

Rissig

rissige ManschetteWarum der Prüfer das vor ein paar Wochen nicht gesehen hat und ich nur zufällig beim mittagspauslichen Verbrauchermarktbesuch: Die Manschette am Handbremszylinder der Sänfte ist mehr als rissig. Ich hab' erst mal Ersatz geordert und bin dann nur mit der Hinterradbremse (ich weiß schon, warum ich getrennte Bremskreise mag) in die Garage und hab' die alte Alte rausgeholt.

Und es ist jedes Mal wieder überraschend, was 6 Jahre und 55Mm ausmachen. Das sind Welten und die neue Alte heißt nicht umsonst Sänfte. Die alte ist längst nicht so lässig zu fahren. Und der Wartungszustand der neuen ist nicht so gut wie bei der alten. Aber so langsam war alles einmal demontiert und ich bekomme sie auf den gleichen Stand.

[Nachtrag]

rissige Manschettegammelige BremsteileSoo sicherheitsrelevant ist die Manschette wohl nicht. Aber ihre Schutzfunktion konnte sie nicht mehr erfüllen und der Gammel und Rost darunter war erschreckend. Nach vorsichtigem Kratzen, Schleifen und Bürsten war alles wieder blank. Nun habe ich eine Zweifingerbremse. Auch wenn ich lieber mit der ganzen Hand bremse, ich fahre ja nicht auf der Renne.

Zweitakttreffen

Hier im Nordwesten sind Motorradrennen rar. Das bekannteste ist das Fischereihafenrennen in Bremerhaven an Pfingsten.

Seit 2007 gibt es das Zweitakttreffen Luneort. Es findet auf dem gleichnamigen Flughafen in Bremerhaven statt. Die eigentlichen Rennen (Demoläufe) werden auf der Start- und Landebahn gefahren. Tagsüber läuft noch der Flugbetrieb. Während dessen finden nachmittags ein Rahmenprogramm und Testläufe statt. Freitag und Samstag abend ab Neun Uhr werden dann aber die Rennen auf der Piste ausgetragen. Ich fahre da wohl Samstag Abend hin.

Spannend sind auch Mofarennen, davon gibt es hier zwei.

Der MSC Schwarme veranstaltet neben seinem Grasbahnrennen ein Moppedrennen. Dieses Jahr findet das Moppedrennen am Samstag Abend statt, nicht am Freitag. Bilder aus 2008 gibt es nebenan bei Geografitti.

Das zweite ist ein reines Mofarennen in Holle. Und wie ich just sehe, war das schon am letzten Wochenende, und nicht wie sonst im September. Schade.

Blanke Kolben

Wer merkt, dass seine Bremsen schon mal besser bremsten, der kann neue Beläge montieren. Oder andere, zum Beispiel gesinterte. Oder gar neue Scheiben (obwohl es bemerkenswert ist, dass Bremsbeläge ohne Belag auf Scheiben unter Mindestdicke auch noch passabel bremsen). Wenn aber Scheiben und Beläge noch maßhaltig sind, die Bremswege aber immer länger und die Handkräfte immer höher werden, dann hilft nur noch die (eigene) Werkstatt.

Es mag zwar trivial sein, dass nur blanke Bremskolben ohne Widerstand die Beläge bewegen können. Aber leider ist es bequemer, die herausstehenden Kolben beim Einbau neuer Beläge (schon weil man nicht richtig rankommt) nur etwas zu putzen und die Kolben mit dem festen Schmodder daran zurück zu quetschen. Also besser gleich die Kolben ganz heraus drücken (vorsichtig mit Bremsflüssigkeit oder grob mit Druckluft), mit einer Messingbürste blank polieren, nach mehreren tkm auch mal die Dichtungen tauschen und schon lassen sich die Kolben leicht von Hand in die Zylinder drücken.

Die Bremsflüssigkeit fülle ich vereinfacht nach Carlos (Gerds) Methode ein. Dabei wird die BF mit Hilfe einer Spritze von unten in das System gedrückt.

Für den Bremsflüssigkeitstausch nutze ich auch ein selbst gebautes Werkzeug aus Schlauch, Rohr und Behälter aus dem Laborbedarf, das verhindert, dass Luft in das System gezogen wird. Und weil ich auf einfach funktionierende Werkzeuge stehe, habe ich mir einen 2-Zylinder-Synchrontester nach Frankys Anleitung gebaut.

Das Optimum an Leichtgängigkeit und Bremswirkung erreicht man, wenn dann noch der Bremshebel an Schraube und Kolben gefettet wird. Das bringt wirklich was. Der Tausch der Leitungen von Gummi auf Stahlflex an der 94er hat mich aber nicht überzeugt. Die 21 Jahre alten Gummi-Teilleitungen der 88er funktionieren so außer bei ganz hohen Temperaturen noch gut.

Schandwagen

Marc musste mal wieder ein gelbes Auto rufen.

Gerade weil ich nur alte reife Fahrzeuge fahre, bin ich auch (goldenes) Mitglied in dem Verein. Trotzdem hatte ich bisher das Glück, deren Hilfe nur für die 4-Räder zu brauchen. Die von mir komplett selbst gewarteten Moppeds haben es noch immer geschafft, selbst nach Hause zu fahren. Toitoitoi. OK, losgekommen (von Zuhause) sind sie nicht immer, aber dafür hat man ja Zweitmotorräder, Busse und Bahnen oder (hatte) gar Dosen ;-)

Hergebrannt

Ich geb's zu, sie war einfach schneller. Weil sie leichter und trainierter ist. Und ich auch noch ihren großen Bruder als Sozius im Rücken hatte. Und so kam es, dass wir erst Kopf an Kopf lagen, sie dann aber mal eben kurz den Turbo dazu geschaltet hat und davongerast ist. Sagte ich schon, dass sie auch noch viel jünger ist? Ihr Alter zählt man noch in Monaten. Die Wettkampfdisziplin? Krabbeln.

Paradiesisch

Gerade einen Bericht von mareTV gesehen: Eine junge Frau, die auf einer kleinen Insel in der Ostsee lebt und mit traditionellem Rock und Kopftuch auf einer 40 Jahre alten Ural rumfährt. Ohne Führerschein und Zulassung.

Naked-Rat-Transalp

Screenshot aus Mopeten.tv 36: Eine pure Transalp.
Das einzig gute Video-Motorradmagazin ist Mopeten.tv. In Folge 36 bei Minute 3:03 ist kurz im Vordergrund eine wunderschöne gestrippte frühe Transalp zu sehen. Jetzt muss ich nur noch herausbekommen, was das für eine Lampen-/Instrumenten-Kombination ist und schon könnte meine 88er Öldurst zum Nackt-Krad mutieren.


Schrauberfreuden

Der vorher beschriebene Kupplungswechsel ist mal wieder ein Musterbeispiel für „es kam anders beim Schrauben“:

  • Die beiden Passstifte habe ich beim rausprökeln vermuckt.
  • Ich hatte wider erwarten keine passenden Dichtungen für die Krümmer mehr.
  • Die Gegenmutter des Kupplungskorbes löste sich nicht: Die Reibscheiben waren schon so abgenutzt, dass die Kupplung nicht nur bei höherer Drehzahl durchrutschte.

Ach ja, es war ja Wochenende. Also heute früh bei H*nda Ersatzteile bestellt, die kann ich aber erst morgen Abend abholen. In der Mittagspause habe ich das gute Stück dann 500 Meter zur nächsten Motorradwerkstatt geschoben (schwitz). Die waren so freundlich, mir mal eben zwischendurch die Mutter mit einem Schlagschrauber zu lösen (sie haben mir übrigens nicht zum ersten Mal geholfen).

Und zu alledem zickt die Ersatzmaschine aka Öldurst und meint, ohne Sprit fahren zu wollen. Was nicht geht. Schon drei mal bin ich auf der Schnellstraße nach voller Beschleunigung (mitten beim Überholen) kurz liegengeblieben, bis sie wieder ansprang. Toll so neben den Trucks ohne Standspur. Den Grund habe ich auch gefunden: Beim letzten Benzinhahnzusammenbau habe ich wohl gepfuscht. Ein Reparaturset habe ich bestellt. Bis dahin fahre ich doch einfach mal extrem spritsparend, denn für geringe Drehzahlen reicht der reduzierte luftgetränkte Benzinfluss noch.

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