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Weggeparkt

Dieter W*del ist Regisseur und begann seine Laufbahn in dieser Stadt. Gewohnt hat er damals in dieser Straße. Nun kehrt er zurück und dreht einen kleinen Teil eines neuen Filmes in einem Haus in eben dieser Straße. In einem Interview vor ein paar Tagen sagte er, die Straße hätte sich gar nicht verändert: Stimmt, das Pflaster ist gut hundert Jahre alt und es ist so ausgefahren, als ob noch immer Pferdefuhrwerke hier lang führen (eine bessere Verkehrsberuhigung gibt es nicht).

Leider kommt er nicht allein. Und so wurde die gesamte Straße heute mit einem absoluten Halteverbot belegt, damit seine Fahrzeuge parken können. Die Schilder wurden erst gestern aufgestellt, vorgestern hing ein Zettel an allen Eingangstüren. Das ist eine reine Wohnstraße und hier parken nicht nur direkte Bewohner. Mancher mag auch im Urlaub sein. Aber so ein oller Film wird ja am Wochenende vorher geplant, das kann man nicht früher ankündigen.

Und draußen stehen plötzlich Pylone, Fahrzeuge blinken eilig, wichtige Menschen laufen laut rum, die dunkelblauen Parkwächter sind auch schon da und verteilen Autogramme an die verbliebenen Parker. Vorne an der Straße stehen mobile Klos. Im Schneematsch vor unserem Haus (da, wo sich die Hunde gerne erleichtern) wird ein Pavillon aufgebaut.

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