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Testtag

Honda-Akademie Erlensee
Es war der letzte von fünf Testtagen, als eine Horde von bloggenden Twitterern Hondas Einladung zum Testen seiner Motoren folgte, der Honda Testtag 2011. Mit Ihnen ein paar Journalisten und Mitglieder hondatreibender Clubs. Auf das Gelände der Honda-Akademie in Erlensee durften alle. Die eine Einladung hatten. Zu Fuß. Mit dem Fahrzeug durften angeblich nur Hondafahrer wie ich auf das Gelände.

Motor- und Getriebevortrag
Es gab Vorträge über neue Motoren, Vorführungen mit einem kleinwüchsigen Roboter, Pressekonferenzen, Essen und Trinken. Gefahren werden konnten Dosen (wer's mag), Rasenmäher und ATVs (nächstes Mal), Boote auf dem Main (übernächstes Mal), Roller (vielleicht Mal), Chopper (puh) und Moppeds (ja).

Fotoshooting.
Zuerst bin ich die neue Crossrunner auf einer kleinen Runde gefahren. Das ist eine umgebaute VFR. Sie ist nicht schön, aber fast bequem und hat mit Cross in meinem Sinne nix zu tun. Honda sortiert das Ding tatsächlich unter Enduro ein. Ich hätte sie gerne über eine benachbarte Brachfläche getrieben, hätte mir dann aber sicher das Gemecker der anderen Tester über ein kaputtes, fehlendes Mopped anhören müssen. Erst ab ein paar tausend Umdrehungen hat der 800er V4 Leistung und Sound, das liegt am V-TEC (eine Ventilzuschalttechnik).

V4 VFR1200FD
Als nächstes fuhr ich die große Motorschwester der Crossrunner, die VFR1200FD. Das ist ein Autobahnmotorrad mit Kardan und Doppelkupplungsgetriebe ohne Kupplungs- und Schalthebel. Also eine Art bessere BMW. Beim Fahren konnte ich mich an das Nicht-selber-schalten schnell gewöhnen. Beim Anfahren aber hat mich das Warten auf das automatische Gangeinlegen fast wahnsinnig gemacht. Nix für die Stadt. Auf der Autobahn wollte die VFR in schnellen Kurven geradeaus fahren und musste mit Macht in der Linie gehalten werden. Spaß hat sie nur im Sportmodus gemacht, sonst schaltet sie zu früh. Sie sieht aus, wie eben stark verkleidete Sporttourer aussehen.

CB1300S
Die CB1300S ist fast schon ein klassisches Bigbike. Zwar mit etwas Verkleidung und Wasserkühlung, aber ein Vierzylinder mit ordentlich Hubraum. Und so schiebt sie über das gesamte Drehzahlband, einfach so. Schalten ist fast nicht nötig, sie ist quasi der Kompromiss zum Doppelkupplungsgetriebe. Und es gibt sie in Schwarz mit goldenen Felgen. Sie ist souverän, sehr handlich, schaut sogar mit Verkleidung gut aus und macht richtig Spaß. Die verkleidungsfesten Spiegel der S nerven, die Befestigungspunkte der nackten Version an den Lenkerarmaturen sind aber vorhanden. Ab 180 musste ich mich ducken, weil ich Sitzriese hin und her geschüttelt wurde.

CB1000R
Möchte man Spass haben, darf es eine Nackte sein. So und so. Die CB1000R hat wenig anzuziehen, eine modifizierten Fireblade-Motor, schöne Räder, schaut von der Seite viel besser aus als von vorne und passt mir perfekt. Mit ihr bin ich den größeren Tourenvorschlag gefahren. Sie ist gierig nach Gaaas und Kurven. Himmel war das eine Wonne. Ich hatte das angebliche Grinsen die ganze Zeit im Gesicht. Gegen diese Art Mopped erscheinen Andere ein Kompromiss zu sein.

Will man am Ortsausgang am TDI vorbeikommen, brauchts Drehzahl, aber davon gibt es genug. Will man in der Stadt und auf der Bahn hinten was sehen, muss man den Kopf drehen, denn die Spiegel sind was für Eitle oder Hänflinge.

Unterwegs musste ich wegen einer Leichenprozession warten und wurde von einem Wachtmeister auf das Mopped angesprochen. Sein Kumpel wollte sich die CB1000R auch mal holen. Er hat sich dann aber für eine K1300 entschieden…

Einzylinder CBR250R
Zum Abschluss und weil ich die Verhältnisse zur 50PS Alp wieder zurecht rücken wollte, bin ich die CBR250R gefahren. Ein Einzylinder Sportmotorrad für Einsteiger. Für mich Aufrechten zu unbequem. Auf der Autobahn wird man zunächst tatsächlich ernst genommen, muss dafür aber alle Gänge ganz ausdrehen und kackt je nach Eigengewicht irgendwann ab. Macht aber Laune.

Nicht gefahren bin ich leider die neue CBR600F und ihre nackte Schwester Hornet. Vermisst habe ich die 700er Transalp und den Innova.

Alte Alp vor neuer Akademie.
Alte Alp vor neuer Akademie.
Honda hat spannende Moppedideen, nur ist das Design nicht immer mein Ding. Der Tag war zu kurz, ich wollte mehr fahren, aber es waren nicht immer für mich interessante Moppeds frei. Ein zweiter Tag wäre toll gewesen, dann hätte ich auch mal was anderes als Zweiräder probiert.

Wie und wo die Veranstaltung durchgeführt wurde und dass nicht nur professionelle Multiplikatoren eingeladen wurden, finde ich (natürlich) klasse. Dass Rudelfahren nicht mein Ding ist, habe ich wieder gemerkt. Aber Moppeds zu „testen“ und sich sofort mit Gleichgesinnten darüber austauschen zu können, ist gut. Nebenbei habe ich weitere Teile meiner Timeline in echt kennengelernt.

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