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Jahresrückblick „Mopped #TopFlop16“

Kurven in Dänemark, die Margeritenroute
Kurven in Dänemark, die Margeritenroute.

Sowas hab' ich noch nie gemacht. Einen Jahresrückblick zu denken oder gar zu schreiben. Aber Twitter- und Bloggerkollege @griesgram999 hatte die tolle Idee, gemeinsam „Die Mopped Tops und Flops 2016#TopFlop16 zu verfassen. Und weil ich leicht zu begeistern bin, mache ich einfach mit.

tl;dr Fazit

Das Motorradjahr war durchwachsen, Tops und Flops lagen nah beieinander. Highlights waren die Dänemarkreise, die Reparatur der Öldurst und das #roadblog2016.

Flop: Motorrad fahren

Ich habe noch nicht nachgeschaut, aber so wenig wie bisher in diesem Jahr bin ich in meiner ganzen Motorradkarriere noch nicht gefahren. Das ist nicht ohne Grund, aber schade.

Im April habe ich zufällig das einzige Trialgelände hier in der Gegend gefunden.

Der Verein ist der MSC-Wörpetal und hinterher stellte sich heraus, dass ich sogar jemanden aus dem Verein kenne. Leider haben wir es noch nicht geschafft, gemeinsam dort mal zu fahren.

Top: Motorrad reisen

Lange Motorradreisen bekomme ich eh nicht hin, aber immerhin fahre ich wenigstens einmal im Jahr ein paar Kilometer mehr am Stück und übernachte sogar. Dieses Jahr war das zur Abwechselung mal nicht im Inland, sondern im nahen Ausland, in Dänemark.

Fahren am Nordseestrand.
Fahren am Nordseestrand.
Zelten in Dänemark
Zelten in Dänemark.

Wir haben uns ein kleines Zelt geholt und ich bin auf der Halbinsel Jütland der Margeritenroute gefolgt und bin nach Jahren mal wieder mit dem Mopped auf dem Strand von Rømø gefahren. Das ganze ohne Campingplatzreservierung, um abends den Adrenalinspiegel nach dem gemütlichen Cruisen wieder zu erhöhen. Hat Spaß gemacht, aber auf Fünen gibts mehr Kurven. Ein anderes Mal.

Aber meine traditionelle Herbsttour nach Südhessen habe nicht hinbekommen.

Top und Flop: Motorrad schrauben

Trotz des wenig Fahrens mussten die Transalps endlich mal wieder beschraubt werden, Wartungsstau nennt man das. Die Leistungsunwilligkeit der Öldurst konnte ich nach Monaten erfolgreich lösen.

Dabei habe ich aber was anderes entdeckt: Rahmenhalter aus Alu, die sich an beiden Alps auflösen.

Neue und gebrauchte Ersatzteile. Unten: Alufasern der zu ersetzenden Teile.
Neue und gebrauchte Ersatzteile. Unten: Alufasern der zu ersetzenden Teile.

Salzfraß, der Preis des Winterfahrens. Die Felgen an beiden Alps musste ich darum schon in den letzten Jahren ersetzen. Diese Halter müssen (noch) an der Öldurst dringend, an der Sänfte vorsorglich getauscht werden. Ersatz habe ich mühsam privat und kommerziell ergattert. Ersatzneuteile für die beiden Oldies werden langsam rarer.

Außerdem waren da noch ein völlig abgenudeltes Ritzel und vorsorgliche besorgte, privat hergestellte Klemmringe für abgenudelten Getriebeausgangswellen. Dem Transalp-Forum sei Dank.

Top: Motorradgeschichten hören

Immerhin habe ich es in diesem Jahr zum erste Mal geschafft, den Vortrag eines Motorradreisenden zu besuchen. Und das gleich zweimal, Teil 1 im Frühjahr und Teil 2 im Herbst.

Simon und Panny waren lange unterwegs und Panny berichtet darüber sehr eindrucksvoll. Empfehlenswert.

Top und Flop: Motorrad Kleidung

Meine nahezu Ganzjahresmotorradjacke (bei Hitze habe ich eine leichte Sommerjacke) hatte nervige Benutzungserscheinungen und ich war gewillt, eine neue zu kaufen. Gesucht war eine schlichte, schwarze, kurze, blousonartige Jacke mit fester Membran, herausnehmbarem Futter, wenig Kletts und Lederbesatz an den Sturzstellen. Sogar in Holland habe ich einen Laden besucht, Onlineshops und Herstellerseiten durchforstet, aber nix gefunden. Irgendwas war immer. Und sogar das endlich erscheinende Nachfolgeprodukt meiner Jacke wurde für mich unbrauchbar verändert. Nach dieser Erkenntnis habe ich die Jacke zu einer mir bekannten, guten Motorradklamottenscheiderin gebracht und Reißverschlüsse, Kletts und Futterlöcher flicken lassen. Die Jacke ist fast wie neu und hält hoffentlich noch lange.

Was auch neu muss, sind meine Stiefel. Ich trage das ganze Jahr über Tourenstiefel, die mittlerweile trotz Überarbeitung echt durch sind. Die Idee war, analog zur Jacke, für das ganze Jahr was stabiles, wasserdichtes und für den Sommer was leichteres zu besorgen. Einen kurzen Endurostiefel habe ich entdeckt, in schwarz ist er aber noch nicht lieferbar. Für den Sommer wollte ich australische Boots mit Schaltverstärkung kaufen. Als ich mich im Herbst daran erinnerte, gab es sie in meiner Größe nicht mehr. Zufällig fand ich dann bei einem Shop sogar hier in der Nähe welche, die mir sogar besser gefallen, denn sie sind schwarz.

Und beim Helm, der auch mal wieder neu muss, das Gleiche wie bei der Jacke: Meiner ist klasse, aber alt und abgenutzt. Gesucht ist ein Integralhelm in Schwarz, mit Sonnenvisier, breiter Sichtfläche und Doppel-D-Verschluss. So einer ist schwer zu finden und der Nachfolger meines Helmes hat keine Sonnenblende mehr. Mittlerweile habe ich einen Tipp bekommen und probiert. Im nächsten Jahr wird der wohl gekauft.

Top und Flop: Motorradfahrer treffen

@griesgram999 hat in diesem Jahr die Idee des Roadblogs aufgegriffen und Tweeple und Blogger im Land besucht. Ich habe ihn dabei getroffen und ein Stück des Weges begleitet.

Nicht so gut war, dass ich in diesem Jahr erneut nach Jahren wieder einen lokalen Stammtisch mangels Interesse für gescheitert erklären musste. Ersatz zu finden, ist schwierig. Immerhin bin ich mit dem lokalen, offiziellen Transalp-Stammtisch mal wieder gefahren.

Top und Flop: Motorradgeschichten lesen

Ich habe eine weitere Motorrad-Zeitschrift abonniert und mehrere Bücher rumliegen, die noch gelesen werden wollen. Online gab es viel zu entdecken, an etwas herausragendes erinnere ich mich leider nicht.

Flop: Motorrad kaufen

Zum Glück halten die Alps und zur Not könnte ich das nächste Nachfolgemodell gebraucht kaufen. Denn neu gibt es immer noch nichts geeignetes für mich. Gesucht ist eine wirklich geländetaugliche Reise- oder Straßenenduro mit 21" Vorderrad, unter 200kg, kleiner Wendekreis, 70-100PS, 700-1000ccm. Gerne ein V2, Reihenzweizylinder oder Dreizylinder gingen auch. AfricaTwin, kleiner Tiger, kleine GS, kleine Multistrada, Tracer, kleine V-Strom sind zu straßig und/oder zu schwer. Zum Endurowandern gibt es mittlerweile kleine 300-400er, aber ich möchte auch mal 500km über die Autobahn hetzen wollen.

Aber wenn nur für die Straße und mit zuviel Geld, dann diese:

Flop: Motorradpolitik

Motorräder werden hier immer noch ignoriert.

Bundesweit gab es den Versuch, das Durchfahren von Staus über eine Petition legalisieren zu lassen. Die Petition war erfolgreich, das Ergebnis der Beratungen des Bundestages nicht. Bei Hitze sollen wir die Moppeds abstellen und uns weiterhin hinten anstellen. Pft. Das ist wieder ein Beispiel dafür, wie besserwissende, geistig alte, ängstliche Menschen über 40 mit Minderwertigkeitskomplexen, zu kleinen Eiern und zu großen Autos meine Geschicke bestimmen.

Trackbacks

Ernie Troelf am : Ernie Troelf via Twitter

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RT @blablog: Neu im #BlaBlog: Meine #TopFlop16 im Motorrad-Jahresrückblick https://t.co/6w3IWcV9ZX

Der Alte Griesgram am : Der Alte Griesgram via Twitter

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Ein weiterer Mopped-Jahresrückblick, diesmal von @blablog https://t.co/Rn2o5VsTBT

Kommentare

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Ernie Trölf am :

Schöner Rückblick.

Wenn Du die Suedhessen-Tour nachholst, sag Bescheid. Würde mich freuen...

Rossi am :

Da sieht man mal wieder, wie bunt so ein Motorrad Jahr ist.

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